Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E/A): So funktioniert die einfache Buchhaltung
Zahlungsfluss statt Belegdatum, Einnahmen minus Ausgaben gleich Gewinn: Das Prinzip der E/A-Rechnung verständlich erklärt — für EPU und Freelancer in Österreich und Deutschland.
Wer als Solo-Selbständiger startet, braucht keine doppelte Buchhaltung. Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E/A) ist die gesetzlich anerkannte einfache Form — und mit dem richtigen Werkzeug in Minuten erstellt statt in Stunden geführt.
Was ist die E/A-Rechnung?
Die E/A-Rechnung listet chronologisch alle Geschäftseinnahmen und Geschäftsausgaben eines Jahres. Die Differenz ist dein Gewinn — die Basis für die Einkommensteuererklärung (als EÜR-Anlage).
Einnahmen: Was tatsächlich auf deinem Konto eingegangen ist (ausgestellte Rechnungen nach Zahlungseingang)
Ausgaben: Was du für das Business ausgegeben hast (Software, Hardware, Fahrtkosten, Büro)
Differenz = Gewinn — vor Abzug von Sozialversicherung und Freibeträgen
Das entscheidende Prinzip: Zahlungsfluss
Der häufigste Fehler bei der E/A: Rechnungen zählen, sobald sie gestellt wurden. Falsch. Maßgeblich ist der Zahlungsfluss (Ist-Versteuerung, § 20 UStG AT / § 20 UStG DE):
Rechnung vom 15.12.2026 über € 3.000
Zahlungseingang: 08.01.2027
→ Die € 3.000 gehören in die E/A des Jahres 2027, nicht 2026.
Bei Teilzahlungen gilt entsprechend: Jeder Teilbetrag zählt im Jahr seines Eingangs.
E/A-Rechnung vs. EÜR — was ist der Unterschied?
E/A-Rechnung
EÜR
Was ist es?
Laufende Aufstellung aller Ein-/Ausgaben
Steuerformular (Anlage zur Einkommensteuererklärung)
Wann?
Laufend geführt
Einmal jährlich abgegeben
Für wen?
EÜR-Pflichtige ohne Buchführungspflicht
Dieselbe Gruppe — die E/A liefert die Zahlen dafür
Kurz: Die E/A-Rechnung ist dein laufendes Werkzeug, die EÜR das Jahres-Ergebnis daraus fürs Finanzamt.
Brauchst du eine E/A-Rechnung? (Checkliste)
✅ Du bist Einzelunternehmer/Freiberufler in AT oder DE
✅ Dein Umsatz liegt unter der Buchführungspflicht (AT: € 700.000 Jahresumsatz · DE: € 800.000 Gewinn)
✅ Du bist keine Kapitalgesellschaft (GmbH, GmbH & Co KG)
Trifft alles zu → E/A-Rechnung reicht. Bei Überschreiten der Grenzen oder Gesellschaftsform: doppelte Buchhaltung (dann Steuerberater-Territorium).
Was zählt alles rein? Typische Posten
Einnahmen: Honorare, Verkäufe, Gutschriften — nach Zahlungseingang
Nicht rein: Private Ausgaben, Entnahmen, Steuervorauszahlungen (die sind kein Betriebsaufwand), Investitionen über € 800 netto (die werden abgeschrieben)
Tipp: Jede Ausgabe braucht einen Beleg — 10 Jahre aufbewahren (7 Jahre für Buchungsbelege, 10 für Handels-/Geschäftsbriefe).
Wie Faktox deine E/A-Rechnung automatisch führt
Einnahmen nach echtem Zahlungsfluss: Jede Zahlung (auch Teilzahlungen) wird am Eingangsdatum verbucht — inklusive anteiliger USt-Aufteilung
Ausgaben aus deinen erfassten Eingangsrechnungen: Per Foto-Scan oder manuell — Belege bleiben verknüpft
Jahresübersicht mit Monatsaufschlüsselung: Einnahmen, Ausgaben, Gewinn und USt-Saldo auf einen Blick
CSV-Export für den Steuerberater: Alle Zahlen strukturiert weitergeben
Deine E/A-Rechnung führt sich ab jetzt selbst
Jede gebuchte Zahlung und jeder gescannte Beleg landet automatisch in deiner Jahresübersicht. Kostenlos starten — keine Kreditkarte nötig.